|
NewsFAMILIENTAG im Hofmobiliendepot - So., 6.5.2012, 9-18 Uhr - Vorführungen: Traditionelle HandwerkstechnikenIm Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien werden im Rahmen der Veranstaltungen des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend zum Familientag 2012 vergünstige Familien-Kombikarten zum Preis von
EUR 15,00 angeboten (max. zwei Erwachsene und 5 Kinder im Alter von 6 bis18 Jahren) - gültig nur an diesem Tag, aber für zusätzlich 7 Destinationen: Tiergarten und Schloss Schönbrunn samt Gloriette, Irrgarten und Kindermuseum, als auch Schloss Hof, Hofburg-Kaiserappartements, Sisi-Museum und Silberkammer!
Als Beitrag der Bundesmobilienverwaltung finden zwischen 10 und 17 Uhr stündlich Vorführungen jener traditionellen Handwerkstechniken statt, die in den hauseigenen Werkstätten zur fachgerechten Instandsetzung historischer Möbel praktiziert und gelehrt werden.
Weitere Infos:
imperial-austria.at/2012/04/20/langer-tag-der-familie-6-5-2012/
www.hofmobiliendepot.at/besucherinfo/kalender/exclude/1-5-3-2/date/5-2012/event/277-4-1336255200-1336255200-32400-68400.html
Vorverkauf (online):
tickets.imperial-austria.at/familientag/ |  | | | 110 Jahre BundesmobilienverwaltungBis ins 19. Jahrhundert war der Hof zu Repräsentationszwecken sehr mobil, noch bis ins 17. Jahrhundert hinein wurden Möbel in Form von Kisten, Truhen, faltbaren Sesseln, Tischen und Betten ständig mitgeführt.
Erst später wurden Möbel an fix eingerichteten Residenzen aufbewahrt und gepflegt. Nicht benötigte Möbel aus den Appartements der kaiserlichen Familie, aber auch Objekte, die von Seiten des Hofes angeschafft wurden, benötigten jedoch weitere geeignete Lagerräume.
In der Mariahilfer Straße 88 befand sich damals bereits ein Gebäude, das dem Finanzärar gehörte, welches dem Kaiserhof den Hoftrakt überlassen hatte.
Der Obersthofmeister Kaiser Franz Josephs, Fürst Rudolf Liechtenstein, schlug dem Kaiser vor, das Gebäude in der Mariahilfer Straße neu zu erbauen.
Am 21. Juli 1899 gab der Monarch Liechtenstein die Ermächtigung für die Bauarbeiten. Im Sommer 1901 war der Neubau fertig und konnte in Betrieb genommen werden.
Die Bundesmobilienverwaltung feiert somit heuer das 110 Jahres-Jubiläum im Hause Mariahilfer Straße 88. |  | | | Marketerie und André-Charles BoulleAndré-Charles Boulle (1642 - 1732) gilt als der herausragende Handwerker und Künstler im Bereich der Marketerie des 17. Jahrhunderts in Frankreich und arbeitete vorwiegend für den französischen Hof.
Der Schreibtisch Maria Theresias, der im gleichnamigen Zimmer in den Repräsentationsräumen der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg steht, wurde im Stil dieses berühmten Hoftischlers Ludwig XIV. geschaffen: Einlegearbeit aus Ebenholz, Elfenbein, Perlmutt, Schildpatt und Bronze.
Bei der Marketerie handelt es sich nicht wie bei der Intarsie um eine Einlegearbeit aus Hölzern, Schildpatt, Metall oder ähnlichem, sondern um eine Furniertechnik, die mit der Einführung des Laubsägeblattes wesentlich an Bedeutung gewinnt. Bei der Intarsientechnik werden dünne Materialplättchen in Vollholz eingearbeitet - bei der Marketerie fügt der Kunsthandwerker ausschließlich dünne Materialien zusammen, die mittels Warmleim auf die Oberfläche geklebt werden.
In den Werkstätten der Bundesmobilienverwaltung verstehen sich einige Tischler auf diese Kunst. |  | | | Wenn Möbel Geschichten erzählenWir restaurieren unseren Polstermöbelbestand in der Tapeziererei wie zu Kaisers Zeiten:
Auf ein Gestell aus Hartholz werden kreuzweise Gurten gespannt und mit Gurtnägeln befestigt. Auf die Gurten werden Sprungfedern genäht, die wieder miteinander verschnürt werden. Für kleinere Möbel wird die französische Schnürung angewandt. Die deutsche Schnürung findet in sehr tiefen und geraden Sitzen oder Liegemöbel Anwendung. Mittels verschiedener Knotenarten werden die Sprungfedern in die Form gebracht, die erwünscht wird. Um vorschnellen Verschleiß zu vermeiden wird ein Bezug aus Jutegewebe auf die Sprungfederkonstruktion aufgebracht und an den Federn und am Kantendraht festgenäht. Nun verwenden wir Afrik (Palmfasern) als Auflage. Das Material wird mittels Lassierstich in gleichmäßige "Fächer" geteilt, in die das Füllmaterial eingearbeitet wird. Es erfolgt eine weitere Jute - Lage. Das Fassongewebe ist ein geschmeidiges, grob - gewebtes Leinen, welches sich hervorragend an die gewünschte Form anpasst. Dieses wird nun "garniert": das Füllmaterial wird mit einer speziellen Nähtechnik in Form gebracht. Das Ergebnis ist die "Fasson". Um den Sitzkomfort weiter zu erhöhen, werden erneut Lassierstiche aufgebracht um eine Schicht aus Rosshaar zu befestigen (Pikierung). Den Abschluss bilden eine Lage weiche Polsterwatte und der Weißbezug mit Molino. Bevor nunmehr der endgültige Bezug angenagelt / getackert oder genäht wird, bringen wir ein feines Flies (Schutzschicht) auf. Die Abseiten des Möbelstückes (Seitenteile / Rückfronten) werden mit Spannpappe verschlossen und danach mit dem Stoffbezug bespannt. Immer wieder finden wir auf diesen Spannpappen handschriftliche Eintragungen, die auf das Entstehungsjahr und den Handwerker hinweisen. Für sichtbare Nagelungen können Ziernägel oder Borten, die in verschiedenen Ausführungen verfügbar sind, verwendet werden. |  | | | Ingrid SALZER - SilberkammerStolz schwingt in ihrer Stimme mit, wenn Ingrid Salzer von ihrem Wohnort Raiding, von Franz Liszt oder den Ehrenbürgern von Raiding, Dr. Paul Iby und Fürstin Melinda Esterhazy, spricht.
Stolz kann Ingrid Salzer aber auch auf ihren beruflichen Werdegang sein. Immer kulturinteressiert, waren die Schauräume von Schloss Schönbrunn von 1987 bis 1991 ihr berufliches Zuhause, danach wechselte Frau Salzer in die Silberkammer im Reichskanzleitrakt der Wiener Hofburg.
Als Leiterin der Silberkammer führte sie ihre berufliche Tätigkeit in zahlreiche Museen und renommierte Ausstellungsplätze
in aller Herren Länder. Die Exponate der Silberkammer sind weltweit begehrte Ausstellungsstücke. Ingrid Salzer begleitet "ihre" Objekte zum Ausstellungsort, sorgt fürsorglich dafür, dass diese dort ihrer Einzigartigkeit entsprechend zur Geltung und nach Ausstellungsende wieder sicher und unbeschadet in
die Silberkammer kommen. 100%ige Zuverlässigkeit, Genauigkeit und totales Engagement zeichnen Frau Salzer aus.
Empfängt der Bundespräsident oder der Bundeskanzler der Rep. Österreich einen Staatsgast - dann sorgen Ingrid Salzer und ihr Team für festlich und blütenweiß gedeckte Tische beim Staatsbankett.
Und zu solchen würdigen Anlässen kommt meist die Kaiserserviette auf den silbernen Platzteller. Die Kunst des Faltenbrechens wird in traditioneller Weise von einer Beschließerin zur anderen mündlich weiter vererbt.
Und die Öffentlichkeit hat großes Interesse an dieser Kunst. Einladungen zu diversen Auftritten in Fernsehsendungen sind daher auch keine Seltenheit. |  | | | Hohe Auszeichnungen für FOI Peter Pressl und FOI Günther JungmannNicht nur die Bundesmobilienverwaltung feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum (110 Jahre in der Mariahilfer Straße 88), FOI Peter Pressl (1.9.1981) und FOI Günther Jungmann (14.12.1981) sind seit 1981 in der Bundesmobilienverwaltung beschäftigt. Seit 1.3.1997 leitet FOI Peter Pressl den Bereich Betriebsverwaltung, FOI Günther Jungmann fungiert als Stellvertreter. Der Bereich Betriebsverwaltung umfasst nachstehende Agenden: Werkstätten, Transport, Lagerverwaltung (Sonderinventar), kurzfristige Vermietungen, kurzfristige Leihungen, Rechnungswesen, Einkauf, Material- und Inventarverwaltung und Staatsbesuchsmanipulationen.
Am 11. Mai 2011 überreichte Dienststellenleiter AD RR Ing. Wilhelm Kovacs im Beisein von SC Mag. Elisabeth Udolf-Strobl und Mag. Maria Ulmer Herrn FOI Peter Pressl das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich und Herrn FOI Günther Jungmann das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich (beide vom Bundespräsidenten der Republik Österreich mit Entschließung vom 25. März 2011 verliehen).
Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner übermittelte den Ausgezeichneten seine Glückwünsche. |  | | | Thema: Hygiene - Ausstellung im HofmobiliendepotIntime Zeugen - Vom Waschtisch zum Badezimmer
21. 9. 2011 - 22. 1. 2012
Das Badezimmer, wie wir es heute täglich benutzen, ist eine Entwicklung des späten 19. Jahrhunderts. Davor wusch man sich mit Hilfe mobiler Gerätschaften. Das Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Waschtischen, Toilettetischen, Bidets und "Zimmerretiraden".
In der Silberkammer - Hofburg Wien werden darüber hinaus zahlreiche Hygieneporzellane und Nachttöpfe aus dem kaiserlichen Haushalt verwahrt.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt in der Entwicklung vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert und zeigt die Formenvielfalt der mobilen Hygienemöbel sowie den schrittweisen Wandel hin zum fix installierten Badezimmer. Voraussetzung für diese Entwicklung waren Wasserleitungen und Kanalisation.
In der Ausstellung werden das biedermeierliche Ankleidezimmer Erzherzogin Maria Anna von 1831 erstmals als Raumrekonstruktion präsentiert und ein komplettes Schlafzimmer aus der Zeit des Jugendstils gezeigt.
Unser Blick richtet sich die aufwendige Schönheitspflege von Kaiserin Elisabeth und die spartanischen Waschgewohnheiten von Kaiser Franz Joseph. Außerdem wird erzählt, wie die überlangen Predigten des Jesuitenpaters Louis Bourdloue am Hofe Ludwig XIV. zur Kreation von speziellen Damennachttöpfen geführt hatte, die noch heute "Bourdalous" genannt werden.
Zu den Highlights der Ausstellung gehören die "Bordalous" aus der Sammlung Klauda, das goldene "Nachtzeug" von Franz Stephan von Lothringen aus der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museum sowie das älteste Hygienemöbel der Ausstellung, ein spätgotischer Waschkasten aus dem MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst. Weitere interessante Leihgaben kommen aus Schloss Schönbrunn, dem Technischen Museum Wien, dem Wien Museum Karlsplatz und von der Wiener Landesinnung der Sanitärtechniker.
|  |
|